Aktualisierte «Politlandschaft» – Rückblick Sommersession 2020

In der Sommersession haben die eidgenössischen Räte einige Geschäfte behandelt, die Berührungspunkte mit dem Thema Betreuung im Alter aufweisen: Der Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative, die Integration eines Experimentierartikels ins KVG und die Ablehnung der Revision des Zivildienstgesetzes.

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Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmende in Privathaushalten

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die Revision des kantonalen Normalarbeitsvertrages für hauswirtschaftliche Arbeitnehmende (NAV Hauswirtschaft) verabschiedet. Damit wird hauptsächlich dem Bedürfnis nach Regelung der Arbeitsbedingungen in der 24-Stunden-Betreuung von betagten Menschen Rechnung getragen.

Zur Medienmitteilung

Braucht es einen Lohn für die Betreuung von Angehörigen?

In der Schweiz leben immer mehr ältere Menschen, die gebrechlich sind und Hilfe brauchen. Oft leisten ihre Partner oder Kinder diese Hilfe unentgeltlich. Aber häufig leiden die Betreuungspersonen unter der Belastung und stehen am Ende mit Lohneinbussen und einer schlechten Altersvorsorge da.

Die Sendung «Forum» von SRF thematisiert die Finanzierung der Betreuung von Angehörigen.

Kanton Bern erweitert Angebot im Fachgebiet Betreuung

Angesichts der Alterung der Bevölkerung erkennt die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion einen Ausbildungsbedarf in der Betagtenbetreuung. In enger Abstimmung mit der Bildungs- und Kulturdirektion hat sie der «Organisation der Arbeit Soziales Bern» (OdA S) den Auftrag erteilt, mehr Ausbildungsplätze in Institutionen für die Ausbildung der Fachpersonen Betagtenbetreuung zu schaffen. Damit wird das Angebot im Fachgebiet Betreuung für den deutschsprachigen Teil des Kantons Bern erweitert.

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Neue Recherchen liefern Grundlagen für Begriffsklärung

Nach der 2018 veröffentlichten Bestandsaufnahme im Bereich Betreuung liefert der «Wegweiser für gute Betreuung im Alter» die notwendige Begriffsklärung und formuliert die Anforderungen an eine qualitätsvolle Umsetzung.

Der Wegweiser kann ab Ende März 2020 heruntergeladen werden. Unter betreuung-im-alter@weissgrund.ch nehmen wir gerne Vorbestellungen für gedruckte Exemplare entgegen.

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Nach der 2018 veröffentlichten Bestandsaufnahme im Bereich Betreuung liefert der «Wegweiser für gute Betreuung im Alter» die notwendige Begriffsklärung und formuliert die Anforderungen an eine qualitätsvolle Umsetzung.

Der Wegweiser kann ab Ende März 2020 heruntergeladen werden. Unter betreuung-im-alter@weissgrund.ch nehmen wir gerne Vorbestellungen für gedruckte Exemplare entgegen.

Rasch steigender Bedarf an guter Betreuung

Angesichts der doppelten Alterung – immer mehr Menschen werden immer älter – nimmt der Betreuungsbedarf sowohl Zuhause als auch in Pflege- und Altersheimen oder Spitälern zu. Verschärft wird diese Situation durch die Tatsache, dass immer weniger Angehörige zur Verfügung stehen, die Betreuung übernehmen können.

Unklare Definition von Betreuung

Die Betreuung und die Pflege älterer Menschen sind neben der gesicherten Finanzierung der Altersvorsorge zentrale Themen der Alterspolitik in der Schweiz. Das Bundesgesetz zur Krankenversicherung unterscheidet zwischen pflegerischen und betreuerischen Leistungen. Für die Pflege wurden Leistungen definiert, die gesetzlich geregelt allen Menschen in der Schweiz zustehen. Dabei wurde versäumt, auch die Merkmale der Betreuung näher zu definieren und ihre Finanzierung zu regeln.

In gesundheits- und sozialpolitischen Diskussionen steht oft die Pflege im Fokus, die Betreuung wird häufig nur mitgedacht. Und oft werden Betreuung und Pflege nur ungenau unterschieden.

Qualitätsanforderungen und Finanzierung nicht geregelt

Gute Betreuung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von freiwilligen und professionellen Betreuenden. Zuhause wird Betreuung hauptsächlich von Angehörigen, Freunden und Nachbarn geleistet. Fehlt das soziale Umfeld oder benötigen Angehörige selber Unterstützung, stehen zwar zum Teil Betreuungsangebote privater oder staatlicher Organisationen zur Verfügung. Bezahlen müssen die Betroffenen das jedoch in der Regel selber. Nicht alle können sich das leisten, und die öffentliche Hand bietet nicht genügend finanzielle Unterstützung.

In Pflege- und Altersheimen wird Betreuung über die Betreuungstaxe finanziert und mit Aktivierungs- wie auch Beschäftigungsmassnahmen erbracht. Welche Leistungen unter die Taxe fallen, ist unklar. Ebenfalls offen bleibt, ob die Angebote den Anforderungen an eine gute Betreuung und den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gebührend Rechnung tragen.

Es ist darum notwendig zu klären, was unter guter Betreuung zu verstehen ist und wie das Sozialsystem und Institutionen der Schweiz die Betreuung als Bestandteil eines ganzheitlich gedachten Unterstützungsgefüges älterer Menschen einbeziehen. Nur wenn auch Betreuung die gebührende gesellschaftliche Anerkennung erhält, kann die Schweiz den Menschen ein selbstbestimmtes und gesundes Älterwerden und Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.

Die Autorinnen und Autoren: Prof. Dr. Carlo Knöpfel und Riccardo Pardini der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie Dr. phil. Claudia Heinzmann, aplica.

Herausgebende Stiftungskooperation: Age Stiftung, Beisheim Stiftung, MBF Foundations, Migros Kulturprozent, Paul Schiller Stiftung und Walder Stiftung. Swiss Foundations hat die Kooperation organisatorisch unterstützt.

Städte und Gemeinden investieren in die Alterspolitik

Die demografische Alterung fordert die Städte und Gemeinden in der Gestaltung ihrer sozialen Lebensräume heraus. Die Studie «Altersfreundliche Umgebungen in der Schweiz» liefert erstmals eine gesamtschweizerische Bestandsaufnahme zur strategischen Altersarbeit in den Schweizer Gemeinden. Sie zeigt: Die Alterung der Gesellschaft ist in den Gemeinden sehr wohl ein Thema. Altersleitbilder und -konzepte bilden einen wichtigen Referenzrahmen für die Gestaltung der Alterspolitik auf lokaler und regionaler Ebene. Politischen Handlungsbedarf orten die Gemeinden in den Bereichen «Wohnen», «öffentlicher Verkehr» und «Mobilität».

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Die demografische Alterung fordert die Städte und Gemeinden in der Gestaltung ihrer sozialen Lebensräume heraus. Die Studie «Altersfreundliche Umgebungen in der Schweiz» liefert erstmals eine gesamtschweizerische Bestandsaufnahme zur strategischen Altersarbeit in den Schweizer Gemeinden. Sie zeigt: Die Alterung der Gesellschaft ist in den Gemeinden sehr wohl ein Thema. Altersleitbilder und -konzepte bilden einen wichtigen Referenzrahmen für die Gestaltung der Alterspolitik auf lokaler und regionaler Ebene. Politischen Handlungsbedarf orten die Gemeinden in den Bereichen «Wohnen», «öffentlicher Verkehr» und «Mobilität».

Ziel der Studie war es zu erfahren, wie die Städte und Gemeinden der Schweiz der Zunahme der älteren Bevölkerung begegnen. Den Referenzrahmen bildete das Konzept der Weltgesundheitsorganisation von 2015 zu «altersfreundlichen Umgebungen». Altersfreundliche Umgebungen schaffen bedeutet, ein Umfeld zu errichten, das den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung gerecht wird und deren Gesundheit, Autonomie, Selbständigkeit und Partizipation fördert. Ziel ist es, die Umwelt und die Räume so zu gestalten, dass auch ältere Menschen ihr Leben nach ihren Vorstellungen und Zielen führen können.

Die Studie «Altersfreundliche Umgebungen in der Schweiz» ist im Auftrag der «a+ Swiss Platform Ageing Society» und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Geisteswissenschaften, dem Schweizerischen Gemeindeverband und dem Schweizerischen Städteverband entstanden. Das Forschungsinstitut gfs.bern hat die Studie durchgeführt. Sie beruht auf einer Online-Umfrage, an der sich 927 der insgesamt 2‘222 Gemeinden in der Schweiz (Stand 2018) beteiligten. Das Monitoring zu altersfreundlichen Umgebungen in der Schweiz soll in Zukunft periodisch durchgeführt werden.

Die Studie und weitere Informationen finden Sie hier.

Gesundheit2030 – was sagt die neue Strategie des Bundesrates zu Betreuung im Alter?

Anfang Dezember verabschiedete der Bundesrat seine neue Gesundheitsstrategie. So löst Gesundheit2030 die bisherige Strategie Gesundheit2020 ab. Sie setzt andere Schwerpunkte: Digitaler Wandel sowie Arbeit und Umwelt. Betreuung kommt darin nicht vor – obwohl die angedachten Ziele und Stossrichtungen Fragen rund um die Betreuung im Alter berühren.

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Anfang Dezember verabschiedete der Bundesrat seine neue Gesundheitsstrategie. So löst Gesundheit2030 die bisherige Strategie Gesundheit2020 ab. Sie setzt andere Schwerpunkte: Digitaler Wandel sowie Arbeit und Umwelt. Betreuung kommt darin nicht vor – obwohl die angedachten Ziele und Stossrichtungen Fragen rund um die Betreuung im Alter berühren.

Formulierte Ziele des Bundesrates – mit Schnittstelle zur Sozialversorgung

Der Bundesrat setzt drei Ziele: «Pflege und Finanzierung gewährleisten», «gesund älter werden» und eine «verstärkte Prävention nichtübertragbarer Krankheiten». Aus Sicht der guten Betreuung im Alter ist bemerkenswert, dass der Bundesrat ausdrücklich festhält: «Eine verstärkte Ausrichtung auf ambulante und intermediäre Versorgungsstrukturen ist notwendig, teilweise auch an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialversorgung.» Dass in einer Gesundheitsstrategie aktiv die Schnittstelle zur Sozialversorgung thematisiert wird, ist keine Selbstverständlichkeit und bietet zumindest einen Boden für künftige Bundesaktivitäten in diesem Bereich.

Betreuung wird nicht explizit erwähnt, muss aber mitgedacht werden

Der Bundesrat führt ausschliesslich die Langzeitpflege an und geht nicht auf die Betreuung ein. Aufgrund der Formulierungen wird aber klar, für die Zielerreichung müsste auch die Betreuung im Alter berücksichtigt werden. Neben der Forderung nach mehr «Langzeitpflegepersonal» (ohne auszuführen, welches Personal damit genau gemeint ist) hält der Bundesrat auch fest, dass die Finanzierung wohl angepasst werden muss: «Damit diese Leistungen (Pflegeleistungen) weiterhin für alle zugänglich bleiben, soll geprüft werden, ob die bestehenden Finanzierungsmodelle für die Langzeitpflege angepasst werden müssen.» Der Bundesrat anerkennt damit die Herausforderung, dass die notwendige Unterstützung von alten Menschen im heutigen System nicht für alle bezahlbar ist.

Um dem Ziel, «pflegebedürftige ältere Menschen durch genügend und gut qualifiziertes Personal am richtigen Ort effizient betreut werden» zu erreichen, muss die Betreuung mehr Aufmerksamket erhalten. Deshalb ist es wichtig, dass sich künftige Debatten rund um die Finanzierung und Personalförderung nicht auschliesslich auf den Bereich der Pflege beziehen.

Am 17. Februar lädt das BAG zur nächsten Konferenz Gesundheit2020 – zum Thema «Alter und Gesundheit».

Demenzkosten in der Schweiz – Alzheimer Schweiz publiziert zweiteilige Studie

Alzheimer Schweiz untersuchte in einer zweiteiligen Studie die Kosten bei Demenz. Im ersten Teil der Studie richtet sie den Fokus auf die jährlichen volkswirtschaftlichen Kosten. Diese betragen 11,8 Milliarden Franken. Fast die Hälfte dieser Gesamtkosten sind indirekten Kosten; diese übernehmen Angehörige und Nahestehende, indem sie unentgeltlich betreuen und pflegen.

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«SRF Tagesschau» berichtet über die Studie zur Einkommensituation im Alter

Einkommenssituationen im Alter – neue Studie zum frei verfügbaren Einkommen älterer Menschen in der Schweiz

Wie schlagen sich die steigenden Kosten für Betreuung und Pflege im Portemonnaie der Rentnerinnen und Rentner nieder? Die Paul Schiller Stiftung und acht gemeinnützig tätige Förderstiftungen bringen hierzu Licht ins Dunkel. Eine von den Stiftungen initiierte und finanzierte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz, die heute in Bern veröffentlicht wurde, zeigt, dass die selbstgetragenen Betreuungs- und Pflegekosten vor allem den Mittelstand teuer zu stehen kommen. Je nach Wohnort bestehen zudem frappierende Unterschiede beim frei verfügbaren Einkommen. Erstmals werden die Kosten für Betreuung und Pflege auf individueller Ebene präsentiert. Dieser Blick ist wichtig, da ältere Menschen den grössten Anteil der Kosten selber tragen.

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Wie schlagen sich die steigenden Kosten für Betreuung und Pflege im Portemonnaie der Rentnerinnen und Rentner nieder? Die Paul Schiller Stiftung und acht gemeinnützig tätige Förderstiftungen bringen hierzu Licht ins Dunkel. Eine von den Stiftungen initiierte und finanzierte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz, die heute in Bern veröffentlicht wurde, zeigt, dass die selbstgetragenen Betreuungs- und Pflegekosten vor allem den Mittelstand teuer zu stehen kommen. Je nach Wohnort bestehen zudem frappierende Unterschiede beim frei verfügbaren Einkommen. Erstmals werden die Kosten für Betreuung und Pflege auf individueller Ebene präsentiert. Dieser Blick ist wichtig, da ältere Menschen den grössten Anteil der Kosten selber tragen.

Die Sicht der Paul Schiller Stiftung

Mit ihrem langfristigen Engagement will die Paul Schiller Stiftung die Betreuung und ihre Qualität im Alter zum Thema machen und die Debatte stärken – in Fachkreisen, in Politik, Verwaltung und in der Öffentlichkeit. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass massive Unterschiede bei der finanziellen Situation der Rentnerinnen und Rentnern je nach Wohnkanton zum frei verfügbaren Einkommen bestehen. Die selbstgetragenen Betreuungs- und Pflegekosten bei sich zu Hause oder einer Institution kommen vor allem dem Mittelstand teuer zu stehen.

Wir haben in der Schweiz ein System der sozialen Sicherheit, das heute nur wenige durch die Maschen fallen lässt. Die Betreuungskosten für den Verbleib in der eigenen Wohnung oder in einem institutionellen Kontext müssen jedoch in den Fokus kommen. Dazu gehören auch die Fragen des Zugangs zur Betreuung und der Qualität der Leistungen.

Mit der nun vorliegenden, gemeinsam von neun Stiftungen getragenen Studie – ein Novum in der Stiftungslandschaft – unterfüttern die beteiligten Förderstiftungen den Diskurs zum gesellschaftlichen Wandel mit neuen Daten. Studienleiter war Prof. Dr. Carlo Knöpfel. Die Stiftungen haben sich unter dem Dach von SwissFoundations zusammengefunden und die Studie «Einkommenssituationen im Alter in der Schweiz» dem Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz, in Auftrag gegeben. Das vieldiskutierte Thema der Betreuung und Pflege beim Älterwerden wird dabei aus der Sicht des individuellen Haushalts betrachtet, ein Blickwinkel, der in der allgemeinen Diskussion selten eingenommen wird. Die Studie soll einen Beitrag leisten zur notwendigen gesellschaftlichen Diskussion über die Weiterentwicklung unserer Sozialversicherungen.

Unterstützt durch SwissFoundations sind die folgenden Förderstiftungen beteiligt: Age-Stiftung, Beisheim-Stiftung, Emma Schaub Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Leenaards, Migros-Kulturprozent, Paul Schiller Stiftung, Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft und Walder Stiftung.

Die Studie können Sie hier beziehen.

BAG-Studien zeigen: Nicht finanzierte Betreuung ist eine grosse Herausforderung für Betroffene

Ganze neun Studien hat das Bundesamt für Gesundheit Ende Oktober und anfangs November rund um das Thema betreuende Angehörige publiziert. Einige davon machen auch höchst spannende Aussagen zu Betreuung von alten Menschen. Und bestätigen dabei den grossen Handlungsbedarf.

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Ganze neun Studien hat das Bundesamt für Gesundheit Ende Oktober und anfangs November rund um das Thema betreuende Angehörige publiziert. Einige davon machen auch höchst spannende Aussagen zu Betreuung von alten Menschen. Und bestätigen dabei den grossen Handlungsbedarf.

Eine gross angelegte Bevölkerungsbefragung offenbarte: Mindestens eine halbe Million Menschen in der Schweiz betreuen aktuell ihre Angehörigen – also jeder 13. Meistgenannte Arbeiten sind dabei finanzielle und administrative Aufgaben, Koordination und Planung, Hilfe im Alltag und Haushalt sowie emotionale und soziale Unterstützung. Aus den Resultaten geht auch hervor, dass für gut die Hälfte der Personen das Unterstützungsangebot nicht ihren Bedürfnissen entspricht. Die Studie zeigt somit die weite Verbreitung von ehrenamtlicher Betreuung und die Notwendigkeit das Betreuungsangebot weiterzuentwickeln, um diese besser zu entlasten.

Der Blick in die Kantone zeigt, dass sich die zuständigen Fachpersonen noch mehr Kampagnen wie zum Beispiel anlässlich des Tags der Angehörigenbetreuung wünschen. Vom Bund erwarten sie in den nächsten Jahren strategische Arbeiten und mehr Finanzen. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass der Fokus noch stärker auf die Gemeinden gelegt werden muss, da diese für viele Elemente zuständig sind, die in der Betreuung wichtig sind. Die Studie weist damit auf die Wichtigkeit der Kommunikationsarbeit und das Zusammenspiel der föderalen Ebenen hin.

Aus Sicht der Betreuung alter Menschen besonders aufschlussreich ist die Studie zur finanziellen Tragbarkeit. Sie untersucht zwölf sehr unterschiedliche reale Beispiele einer geleisteten Betreuung – darunter auch fünf Beispiele, in denen Betreuung für alte Menschen geleistet wird. Die Berechnungen zeigen einerseits eindrücklich, wie unterschiedlich das Portemonnaie der Familien belastet wird, je nach dem in welchem Kanton sie wohnen. Und sie formuliert ein klares Fazit: Das Problem ist die ungesicherte Finanzierung der Betreuung: «Die Ergebnisse zeigen, dass Probleme mit der finanziellen Tragbarkeit (…) kaum durch die Kosten von Pflege im engeren Sinn und medizinischen Leistungen entstehen (…). Ein viel gravierender Punkt ist oftmals, dass die Kosten für Betreuung, die notwendige Präsenz und Überwachung von keiner Sozialversicherung gedeckt sind.»

Wohnen in den späten Lebensjahren – Grundlagen und regionale Unterschiede

Der vierte Age Report liefert solide Grundlagen zum Wohnen und Altern in der Schweiz. Basis des Reports ist die Age-Wohnbefragung bei Menschen über 65. Erstmals seit 2003 wurde die Befragung in allen drei Landesteilen durchgeführt. In die Befragungen werden auch Personen eingebunden, die in einer stationären Einrichtung leben.

Der Age Report IV legt seinen Schwerpunkt auf Unterschiede in den Sprachregionen sowie auf das Wohnen im sehr hohen Alter: Wie leben ältere Menschen zu Hause, wenn sich ihre Gesundheit verschlechtert? Wie können Architektur und soziales Umfeld auf die Herausforderungen des hohen Alters reagieren? Wie sollten medizinisch-soziale Einrichtungen und Alterspolitik soziale und kulturelle Unterschiede berücksichtigen? Diese und viele andere Fragen werden von einem multidisziplinären Forschungsteam analysiert. Detailliert, übersichtlich und mit vielen Grafiken bildet dieses Buch eine wertvolle Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema.

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NZZ: «Das graue Geschäft mit den Alten»

Immer mehr Betagte lassen sich zu Hause von Ausländerinnen betreuen. Es ist ein Milliardenmarkt, der satte Gewinne verspricht, aber kaum reguliert und kontrolliert ist. In vielen Kantonen lassen Massnahmen auf sich warten.

Lesen Sie den heutigen Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung hier.

Braucht es einen Sparzwang für die Pflege im Alter?

Die Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 beleuchtete in einem Gespräch zwischen Jérôme Cosandey, Verantwortlicher Sozialpolitik bei Avenir Suisse, und Carlo Knöpfel, Professor für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz, kontroverse Fragen zur Alterspflege: Braucht es eine obligatorische Pflegeversicherung? Oder Sparzwang ab 55, also ein privat gespartes und vererbbares Pflegekonto?

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Demenzmanifest der Betroffenen

In der Schweiz leben rund 155 000 Menschen mit Demenz. Ein bis drei Angehörige sind pro erkrankte Person in Begleitung, Betreuung und Pflege involviert. Hinzu kommen Zehntausende von engagierten Fachkräften. Sie alle sind täglich mit der Krankheit und ihren Folgen konfrontiert. Die Organisation Alzheimer Schweiz fordert in einem Manifest bessere Rahmenbedingungen für demenzerkrankte Menschen in der Schweiz.

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«Wohnen» beschäftigt am meisten

Die Stadt Zürich erarbeitet eine neue Altersstrategie. Vom 19. Juni bis 19. Juli 2019 konnte sich die Bevölkerung online zu verschiedenen Themen äussern und Ideen und Anliegen einbringen. Rund 1200 Beiträge und Kommentare sind eingegangen. Am meisten beschäftigt die Teilnehmenden das Thema «Wohnen im Alter». Die Ergebnisse der Befragung, Näheres zur Altersstrategie der Stadt Zürich und den nächsten Schritten unter «Mehr dazu».

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Leitlinien für Spiritual Care in Palliative Care

Palliative ch möchte die Integration von Spiritual Care im schweizerischen Gesundheitswesen und insbesondere in der Palliative Care vorantreiben. Die Fachgesellschaft hat nun Leitlinien zu Spiritual Care herausgegeben, die auf dem gegenwärtig verfügbaren Wissen aufbauen. Sie richten sich in erster Linie an Fachpersonen, benennen die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Grenzen und weisen auf Entwicklungsmöglichkeiten und Modelle interprofessioneller Spiritual Care hin.

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Wir alle sind verantwortlich dafür, Betreuung auf die politische Agenda zu bringen

Das Forum Gute Betreuung im Alter vom 29. August 2019 ging der Frage nach, wo die bundespolitische Debatte zu Betreuung im Alter so kurz von den Wahlen steht. Das Fazit des Überblicks ist ernüchternd: Betreuung in einem ganzheitlichen Sinn ist noch nicht auf der bundespolitischen Agenda angekommen. Und doch gibt es mögliche Anknüpfungspunkte. Die Anwesenden sind sich einig: wir sind alle für die Sensibilisierung im Thema verantwortlich. Dazu braucht es politische Arbeit. Wie diese funktioniert zeigten Alzheimer Schweiz und CURAVIVA.

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Betreuung interessiert Kandidierende aus allen Parteien

Für die Finanzierung der Betreuung, für eine fachlich gute Betreuung sowie für die Sicherstellung der Qualität des Betreuungsangebots wollen sich Schweizer Politikerinnen und Politiker aus allen Parteien einsetzen. 66% der Befragten betrachten jedoch Betreuung gemeinsam mit der Pflege. Das deutet darauf hin, dass Betreuung noch nicht in einem ganzheitlichen Sinn verstanden wird. An der Kurzumfrage der Paul Schiller Stiftung haben im August rund 160 Kandidierende oder Mitglieder des nationalen Parlaments aus allen Parteien sowie weitere im Thema Engagierte teilgenommen.

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Gute Betreuung im Alter für alle

Pflege ohne Betreuung ist nicht denkbar. Aber Betreuung ohne Pflege sehr wohl. Trotzdem fehlen klare Regelungen im Sozialrecht, was unter guter Betreuung im Alter zu verstehen ist. Noch immer herrscht die Erwartung vor, dass Betagte von Angehörigen gratis betreut werden oder dass sie die benötigte Betreuung in der Seniorenwirtschaft einkaufen. Die soziale Ungleichheit im Alter wird dabei ausgeblendet, wie der Artikel von Carlo Knöpfel, Professor für Sozialpolitik und Sozialarbeit, in der Fachzeitschrift Pflegerecht zeigt.

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Demographischer Wandel als Wettbewerbs-Thema

Voraussetzungen für eine nachhaltige Raumentwicklung sind eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen und die Abstimmung der verschiedenen Sektoralpolitiken untereinander. Die seit 2002 durchgeführten Modellvorhaben haben nachweislich einen Beitrag dazu geleistet. Der Bund leitet deshalb eine vierte Periode des Programms «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» ein

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Voraussetzungen für eine nachhaltige Raumentwicklung sind eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen und die Abstimmung der verschiedenen Sektoralpolitiken untereinander. Die seit 2002 durchgeführten Modellvorhaben haben nachweislich einen Beitrag dazu geleistet. Der Bund leitet deshalb eine vierte Periode des Programms «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» ein

Eines der fünf Themenschwerpunkte für 2020–2024 lautet «Demographischer Wandel: Wohn- und Lebensraum für morgen gestalten». Kantone, Städte, Gemeinden sowie regionale Organisationen, die zur Bewältigung von Herausforderungen innovative und sektorenübergreifende Ansätze erarbeiten möchten, können ihr Projekt bis zum 2. September 2019 einreichen.

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Wie soll Zürich altern?

Die Stadt Zürich überprüft derzeit ihre Alterspolitik. Neben Wohnen und Betreuung umfasst dies weitere Aspekte wie Gesundheit, Partizipation, pflegende Angehörige, soziale Einbettung, Finanzierung, Digitalisierung, Fachkräfte und Freiwilligenarbeit. Die Stadt definiert unter Berücksichtigung der Interessen der relevanten Akteurinnen und Akteure und der Bedürfnisse sowie Ansprüche der heutigen und kommenden älteren Generationen den künftigen Handlungsbedarf und lädt die Bevölkerung ein, mitzureden.

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Die Stadt Zürich überprüft derzeit ihre Alterspolitik. Neben Wohnen und Betreuung umfasst dies weitere Aspekte wie Gesundheit, Partizipation, pflegende Angehörige, soziale Einbettung, Finanzierung, Digitalisierung, Fachkräfte und Freiwilligenarbeit. Die Stadt definiert unter Berücksichtigung der Interessen der relevanten Akteurinnen und Akteure und der Bedürfnisse sowie Ansprüche der heutigen und kommenden älteren Generationen den künftigen Handlungsbedarf und lädt die Bevölkerung ein, mitzureden.

Noch bis am 19. Juli 2019 kann man an der Online-Umfrage teilnehmen. Danach werden die Beiträge ausgewertet und fliessen in die Erarbeitung der neuen Altersstrategie ein.

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Wenn ich alt bin, zähle ich auf Betreuungsangebote Dritter

Wir wünschen uns zwar, im Alter von der Familie betreut zu werden. Zugleich schätzen viele ihre Situation in Zukunft so ein, dass sie auf Betreuungsangebote Dritter angewiesen sein werden. Ein Anrecht auf gute Betreuung im Alter wird klar gewünscht. Dies zeigen die Ergebnisse der ersten Umfrage der Paul Schiller Stiftung.

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Wir wünschen uns zwar, im Alter von der Familie betreut zu werden. Zugleich schätzen viele ihre Situation in Zukunft so ein, dass sie auf Betreuungsangebote Dritter angewiesen sein werden. Ein Anrecht auf gute Betreuung im Alter wird klar gewünscht. Dies zeigen die Ergebnisse der ersten Umfrage der Paul Schiller Stiftung.

Mit dieser und weiteren Umfragen will die Stiftung Meinungen und Stimmungsbilder erfassen, um dem Handlungsbedarf auch auf politischer Ebene immer wieder Nachdruck zu verleihen. Denn in der gesundheits- und sozialpolitischen Debatte in der Schweiz hat die Betreuung im Alter nach wie vor nur geringen Stellenwert. Dabei ist sie von grosser Bedeutung für ein möglichst langes Leben zu Hause.

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Entlastung für Erwerbstätige, die Angehörige betreuen

Der Bundesrat will die Situation von pflegenden und betreuenden Angehörigen verbessern (siehe Beitrag vom Januar 2019). Ende Mai hat er nun die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ans Parlament überwiesen.

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Der Bundesrat will die Situation von pflegenden und betreuenden Angehörigen verbessern (siehe Beitrag vom Januar 2019). Ende Mai hat er nun die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ans Parlament überwiesen.

Das neue Gesetz sieht vor, im Obligationenrecht einen Anspruch auf bezahlten Urlaub für die Betreuung von Familienmitgliedern oder der Lebenspartnerin beziehungsweise des Lebenspartners zu verankern. Wie schwierig der Spagat zwischen Berufstätigkeit und Betreuung sein kann, illustriert ein Artikel im Grosseltern-Magazin.

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Umfrage: Braucht es ein Anrecht auf gute Betreuung im Alter für alle?

Die Paul Schiller Stiftung will zu einer breiten Auseinandersetzung mit guter Betreuung im Alter beitragen. Dazu gehört auch, Fragen aufzuwerfen und Debatten zu lancieren. Wer soll die gute Betreuung im Alter künftig sicherstellen? Wir möchten wissen, was Sie darüber denken. Die Beantwortung der drei Fragen nimmt rund 5 Minuten in Anspruch.

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Die Paul Schiller Stiftung will zu einer breiten Auseinandersetzung mit guter Betreuung im Alter beitragen. Dazu gehört auch, Fragen aufzuwerfen und Debatten zu lancieren. Wer soll die gute Betreuung im Alter künftig sicherstellen? Wir möchten wissen, was Sie darüber denken. Die Beantwortung der drei Fragen nimmt rund 5 Minuten in Anspruch.

Mit dieser und weiteren Umfragen wollen wir Meinungen und Stimmungsbilder erfassen, um damit dem Handlungsbedarf auch auf politischer Ebene immer wieder Nachdruck zu verleihen. Denn in der gesundheits- und sozialpolitischen Debatte in der Schweiz hat die Betreuung im Alter nach wie vor nur geringen Stellenwert. Dabei ist sie von grosser Bedeutung für ein möglichst langes Leben zu Hause.

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Gute Betreuung auch für armutsbetroffene ältere Menschen

Im Sozialrecht gibt es noch keine klaren Regelungen dafür, was unter guter Betreuung im Alter zu verstehen ist

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Im Sozialrecht gibt es noch keine klaren Regelungen dafür, was unter guter Betreuung im Alter zu verstehen ist

Vielmehr ist es heute üblich, dass Betagte die benötigte Betreuung entweder von ihrem sozialen Umfeld beziehen oder die entsprechenden Dienstleistungen über die sogenannte Seniorenwirtschaft einkaufen. Die soziale Ungleichheit im Alter werde dabei ausgeblendet, kritisiert Carlo Knöpfel, Autor der von der Paul Schiller Stiftung in Auftrag gegebenen Recherchestudie, in der neusten Ausgabe der Zeitschrift «Soziale Sicherheit».

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Basler Spital entlässt sämtliche Aktivierungsfachleute

Das Basler Felix-Platter-Spital verzichtet künftig auf die Aktivierungstherapie, neun Therapeutinnen und Therapeuten verlieren ihre Stelle.

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Das Basler Felix-Platter-Spital verzichtet künftig auf die Aktivierungstherapie, neun Therapeutinnen und Therapeuten verlieren ihre Stelle.

Das bedeute «einen schwerwiegenden, bedauerlichen Qualitätsabbau in der geriatrischen Versorgung in der Region Basel», schreibt der Schweizerische Verband der Aktivierungsfachfrauen/-fachmänner SVAT in einer Stellungnahme. «In der Praxis ist hinreichend belegt, dass die Aktivierungstherapie als anerkannte Disziplin die Lebensqualität von betagten Menschen nachhaltig steigert und somit zu einer signifikanten Verbesserung der Situation der Patientinnen und Patienten beitragen kann.» Die Kündigungen seien völlig unerwartet ausgesprochen worden, das Vorgehen der Verantwortlichen sei «äusserst stossend». Auch Ergo- und Physiotherapeuten solidarisieren sich mit den Betroffenen.

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Finanzielle Unterstützung für engagierte Gemeinden

Der demografische Wandel ist auch für die Gemeinden in der Schweiz spürbar. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung möchte möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung leben.

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Der demografische Wandel ist auch für die Gemeinden in der Schweiz spürbar. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung möchte möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung leben.

In Wissenschaft und Praxis wird zunehmend erkannt, dass ambulante Pflegeangebote alleine nicht ausreichen, um zu Hause lebende ältere Frauen und Männer in ihrer Situation zu stärken. Für eine sinnvolle Neuorientierung der Altersversorgung müssen verschiedene Akteure und Dienstleister ihre Angebote aufeinander abstimmen. Die Age-Stiftung schreibt zum zweiten Mal das Programm Socius aus. Dieses Mal richtet es sich an Gemeinden oder Regionen, die Unterstützungssysteme für zu Hause lebende ältere Menschen gestalten wollen. Die zehn überzeugendsten Vorhaben werden mit einem finanziellen Beitrag unterstützt und profitieren von Wissens- und Erfahrungsaustausch.

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Hilfe zur Selbsthilfe

Travail.Suisse, der als unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden 150’000 Mitglieder aus den verschiedensten Branchen und Bereichen der Privatwirtschaft und des Service public vertritt, engagiert sich für bessere Vereinbarkeit von Beruf, Betreuung und Pflege.

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Travail.Suisse, der als unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden 150’000 Mitglieder aus den verschiedensten Branchen und Bereichen der Privatwirtschaft und des Service public vertritt, engagiert sich für bessere Vereinbarkeit von Beruf, Betreuung und Pflege.

Im vergangenen Jahr hat der Verband zusammen mit der Krebsliga Schweiz, Pro Infirmis, Pro Senectute Schweiz und dem Schweizerischen Roten Kreuz die IG Betreuende und pflegende Angehörige gegründet. Mit einer neuen nationalen Plattform will Travail.Suisse die generationenübergreifende Hilfe innerhalb der Familien stärken. Die Website bietet kostenlose Informationen, Ratschläge, Tools und nützliche Adressen für alle erwerbstätigen betreuenden Angehörigen.

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Betreuungsurlaub für Angehörige

Die betreuenden Angehörigen sind für die Gesundheitsversorgung wichtig. Das hat auch der Bundesrat erkannt: Mit drei Massnahmen will er die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Betreuung von Angehörigen verbessern.

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Die betreuenden Angehörigen sind für die Gesundheitsversorgung wichtig. Das hat auch der Bundesrat erkannt: Mit drei Massnahmen will er die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Betreuung von Angehörigen verbessern.

Er hat dazu Beschlüsse getroffen und in die Vernehmlassung geschickt. Diese ist nun abgeschlossen. Ein Überblick über die Stellungnahmen zeigt das bei solchen Vorlagen übliche Bild: Den Gewerkschaften geht der Entwurf zu wenig weit, die Firmen wollen gar nichts unternehmen. Die Lösung liegt wohl in der Mitte.

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Ein Steuerabzug von 5000 Franken für Betreuende

Die CVP des Kantons Luzern will jene Menschen von Steuern entlasten, die freiwillig und unentgeltlich Pflege- und Betreuungsdienste leisten. Die Partei hat dazu eine «Privatpflege- und Betreuungsinitiative» lanciert.

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Die CVP des Kantons Luzern will jene Menschen von Steuern entlasten, die freiwillig und unentgeltlich Pflege- und Betreuungsdienste leisten. Die Partei hat dazu eine «Privatpflege- und Betreuungsinitiative» lanciert.

Die Initiative, die 4000 Unterschriften benötigt, sieht einen Steuerabzug von 5000 Franken für freiwillige und unentgeltliche Pflege- und Betreuungsdienste an Hilfsbedürftigen vor. Die Initiative sei auch eine Wertschätzung für die geleistete Freiwilligenarbeit, argumentiert die Partei. Einfache Handreichungen wie etwa Einkaufengehen sollen nicht zum Abzug berechtigen. Wesentlich sei, dass erbrachte Leistungen mit einem bewusst und freiwillig in Kauf genommenen höheren Zeit- und Koordinationsaufwand einhergehen würden.

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Bundesrat sieht in WHO-Dekade eine Chance, Aktionen zu bündeln

Im Oktober haben wir über die Anfrage von SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen zum Engagement des Bundes in der Dekade «Healthy Ageing 2020-2030» der WHO berichtet. Ende November hat der Bundesrat geantwortet:

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Im Oktober haben wir über die Anfrage von SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen zum Engagement des Bundes in der Dekade «Healthy Ageing 2020-2030» der WHO berichtet. Ende November hat der Bundesrat geantwortet:

Er sieht in der Dekade «eine Chance, das Bewusstsein der involvierten Akteure zu schärfen, Aktionen zu bündeln und so gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen zu finden». Aber es sei verfrüht, sich zur konkreten Umsetzung der Dekade in der Schweiz zu äussern. Die WHO entwirft zurzeit die Eckpunkte der Dekade und konsultiert die Mitgliedstaaten 2019.

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Altersfreundliche Städte – heute und in Zukunft

Um angesichts der anstehenden Pensionierungswelle der Babyboomer attraktive Wohn- und Lebensorte zu bleiben, müssen die Schweizer Städte und Gemeinden ihre Alterspolitik überdenken. Ein Projekt der Hochschule Luzern zeigt Wege auf und unterscheidet fünf Gestaltungsmuster in der Umsetzung der Alterspolitik.

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Um angesichts der anstehenden Pensionierungswelle der Babyboomer attraktive Wohn- und Lebensorte zu bleiben, müssen die Schweizer Städte und Gemeinden ihre Alterspolitik überdenken. Ein Projekt der Hochschule Luzern zeigt Wege auf und unterscheidet fünf Gestaltungsmuster in der Umsetzung der Alterspolitik.

So entwickelt die Stadt Zürich eine neue Altersstrategie und bezieht neben den relevanten städtischen und privaten Akteurinnen und Akteuren auch die Bevölkerung mit ein. Alte Menschen sollen in Zürich auch künftig auf eine hohe Lebensqualität zählen können.

Auf dem Weg in eine Zweiklassenversorgung?

Pflege ohne Betreuung ist nicht denkbar, Betreuung ohne Pflege sehr wohl. Trotzdem fehlen in der Schweiz klare Regelungen im Sozialrecht, was unter guter Betreuung im Alter zu verstehen ist. Und das Unterstützungssystem für betagte Menschen mündet immer stärker in eine Zweiklassenversorgung, in der gut situierte Betagte sich eine professionelle Betreuung leisten können – und andere nicht.

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Pflege ohne Betreuung ist nicht denkbar, Betreuung ohne Pflege sehr wohl. Trotzdem fehlen in der Schweiz klare Regelungen im Sozialrecht, was unter guter Betreuung im Alter zu verstehen ist. Und das Unterstützungssystem für betagte Menschen mündet immer stärker in eine Zweiklassenversorgung, in der gut situierte Betagte sich eine professionelle Betreuung leisten können – und andere nicht.

Diese Thesen vertritt Carlo Knöpfel, Autor der von der Paul Schiller Stiftung in Auftrag gegebenen Recherchestudie, im neusten «Bulletin» der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW).

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Anfrage von Nationalrätin Flavia Wasserfallen zur Dekade «Healthy Ageing» der WHO und zum Engagement des Bundes

Gut und gesund altern ist auch im Nationalrat ein Thema: Im September hat SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen eine Anfrage zum Engagement des Bundes in der Dekade «Healthy Ageing» der WHO eingereicht.

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Gut und gesund altern ist auch im Nationalrat ein Thema: Im September hat SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen eine Anfrage zum Engagement des Bundes in der Dekade «Healthy Ageing» der WHO eingereicht.

Unter anderem fragt Wasserfallen den Bundesrat, wie die WHO-Dekade genutzt werden könne, um ein Dach über bisherige Bemühungen zu schaffen. Sie denkt dabei an die nationalen Strategien zu Palliative Care oder Demenz, den Aktionsplan pflegende Angehörige und die Neuausrichtung der Programme der Gesundheitsförderung auf den Bereich «Alter».

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Altern in Würde

Mit dem Aufkommen des Themas «Alter» in Politik, Öffentlichkeit und Life Sciences verwundere es wenig, dass Forderungen nach einem «Alter in Würde» oder «würdevollem Altern» erhoben werden. Das schreibt Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter Theologie und Ethik beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und Mitglied der Nationalen Ethikkommission, in einem Beitrag im Buch «Altern in Würde» des Theologischen Verlags Zürich.

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Mit dem Aufkommen des Themas «Alter» in Politik, Öffentlichkeit und Life Sciences verwundere es wenig, dass Forderungen nach einem «Alter in Würde» oder «würdevollem Altern» erhoben werden. Das schreibt Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter Theologie und Ethik beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und Mitglied der Nationalen Ethikkommission, in einem Beitrag im Buch «Altern in Würde» des Theologischen Verlags Zürich.

Mathwig interessiert nicht eine fixe Würdedefinition. Er geht vielmehr der Frage nach, welche Rolle der Würde im Kontext der ethischen Reflexion über das Alter zukommt. Die zentralen Aussagen dazu finden Sie ab Seite 10 des Dokuments.

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Drei Szenarien einer Gesellschaft des langen Lebens

Es ist eindrücklich, wie vielfältig Pflege und Betreuung im Alter in den Medien in letzter Zeit aufgegriffen und thematisiert wird. In einem Beitrag im «Vorsorge Guide 2018/2019» bringt Carlo Knöpfel, Autor der von der Paul Schiller Stiftung in Auftrag gegebenen Recherchestudie, auf den Punkt, worum es im Bereich Betreuung geht.

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Es ist eindrücklich, wie vielfältig Pflege und Betreuung im Alter in den Medien in letzter Zeit aufgegriffen und thematisiert wird. In einem Beitrag im «Vorsorge Guide 2018/2019» bringt Carlo Knöpfel, Autor der von der Paul Schiller Stiftung in Auftrag gegebenen Recherchestudie, auf den Punkt, worum es im Bereich Betreuung geht.

Für die Gesellschaft des langen Lebens unterscheidet er drei Szenarien und skizziert, welche Folgen diese auf die betroffenen Familien und Berufsleute, Institutionen sowie den Staat haben. Und welche finanziellen Auswirkungen damit verbunden sind.

Der «Vorsorge Guide 2018/19» ist eine gemeinsame Beilage der «Schweizer Versicherung», der «Schweizer Bank» sowie der «Handelszeitung». Herausgeberin: Ringier Axel Springer Schweiz AG.

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Unterstützung pflegender Angehöriger verbessern

Der Bundesrat will die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Betreuung von Angehörigen verbessern und hat dazu die Vernehmlassung eröffnet.

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Der Bundesrat will die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Betreuung von Angehörigen verbessern und hat dazu die Vernehmlassung eröffnet.

So soll die Betreuungsarbeit besser anerkannt werden, auch durch eine Ausweitung des Anspruchs auf Betreuungsgutschriften für die AHV. Heute haben pflegende Angehörige nur dann Anspruch auf eine solche Betreuungsgutschrift, wenn die pflegebedürftige Person eine Hilflosenentschädigung für mittlere oder schwere Hilflosigkeit beansprucht. Um das selbstständige Leben zuhause zu unterstützen, soll der Anspruch auf Betreuungsgutschriften bereits bei leichter Hilflosigkeit gewährt werden. Damit ist das Thema Betreuung im Alter auf Ebene Bundesrat angekommen, es dürfte somit auch politisch an Fahrt aufnehmen. Die Vernehmlassung dauert bis zum 19. Oktober 2018.

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Der Bundesrat zur Neuordnung der Pflegefinanzierung

Aus Sicht des Bundesrats hat die Neuordnung der Pflegefinanzierung ihre Ziele grundsätzlich erreicht. Das ist sein Fazit aus dem Evaluationsbericht von Anfang Juli.

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Aus Sicht des Bundesrats hat die Neuordnung der Pflegefinanzierung ihre Ziele grundsätzlich erreicht. Das ist sein Fazit aus dem Evaluationsbericht von Anfang Juli.

Dieser zeigt leider auch auf, dass der Kostendruck auf die Heime gestiegen ist. Steigender Kostendruck bei den Heimen wirkt sich erfahrungsgemäss zu Lasten der Betreuung, der Personalqualifikation und durch Taxzuschläge aus. Unschön ist auch, dass der Bundesrat die Beiträge der Versicherer an die ambulante Pflege zu Hause senken will. Das geht ebenfalls auf Kosten der Betreuung. Dem Spitex-Pflegepersonal zum Beispiel bleibt plötzlich weniger Zeit für eine kleine Geste, ein freundliches Wort. Auf der anderen Seite spricht der Evaluationsbericht von einem «starken Wunsch nach mehr Entlastung für pflegende Angehörige in Form von bezahlbaren Unterstützungsangeboten»

Hier finden Sie eine umfassende Dokumentation dazu.

Diskutiert wurde das Spannungsfeld zwischen Pflege und Betreuung auch in der Sendung «Club» von SRF vom 10. Juli: «Zu teuer, zu wenig Personal: Wer pflegt mich noch im Alter?»

Übersichtlich und anschaulich bringt auch die SonntagsZeitung vom 22. Juli vieles auf den Punkt.

Menschenrechte verletzt

Gemäss Bundesverfassung haben Bund und Kantone «für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität» zu sorgen.

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Gemäss Bundesverfassung haben Bund und Kantone «für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität» zu sorgen.

Doch in Wirklichkeit nimmt die Qualität der Pflege entgegen dem Massnahmenkatalog des Bundesrates ab, das Betreuungsverhältnis zwischen Patientinnen und Patienten und Pflegefachpersonen verschlechtert sich laufend, und die Kantone bilden aus Spargründen zu wenige Pflegefachpersonen aus. In der Schweiz verletzen Parlament und Bundesrat ihre Schutzpflichten grob, schreibt Andreas Kley, Professor für öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte sowie Staats- und Rechtsphilosophie an der Universität Zürich, in einem Gastbeitrag in der NZZ.

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